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Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) startete am 19. August 2016 in Halle sein neues Rehabilitationssport-Projekt „Aktiv mit Krebs“. Das Projekt wird in Kooperation mit der der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e. V. (SAKG) umgesetzt und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Der GRSV Elsteraue beteiligt sich an diesem Projekt mit dem Ziel, innerhalb der nächsten zwei Jahre zwei Rehasport-Gruppen für Menschen mit Krebserkrankungen aufzubauen.

 

Im Rahmen des Projekts erhalten die Übungsleiter indikationsspezifische Fortbildungen und bekommen einen Einblick in verschiedene Reha-Kliniken in Sachsen-Anhalt. Auf der Basis der erworbenen Kenntnisse durch Arzt- und Therapeutenvorträge, Klinikbesuche, Hospitationen und Kommunikationsschulungen ist es das Ziel der Vereine und des BSSA, homogene Reha-Sportgruppen für Menschen mit Krebserkrankungen, z. B. für Brust- oder Prostatakrebs, aufzubauen sowie nachhaltige RehaSport-Angebote in der Krebsnachsorge anzubieten.

Zum Projetauftakt stellte Geschäftsführer Sven Weise die SAKG vor und André Golla vom Institut für Rehabilitationsmedizin der Martin-Luther-Universität referierte zum Thema „Sport und Krebs – Übersicht zu aktuellen Erkenntnissen“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten mit der Referentin für RehaSport des BSSA, Doreen Seiffert, ihre Erwartungen an das Projekt und stimmten Details des Projektplans ab. Informationen zur Öffentlichkeitsarbeit rundeten die Veranstaltung ab.

 

Sport fördert die Regeneration und Heilung bei Krebs. Im Vergleich zu Rehabilitations-Sportgruppen bei Herz-Kreislauferkrankungen oder orthopädischen Erkrankungen ist die Zahl der Krebssportgruppen in Sachsen-Anhalt noch sehr klein, eigentlich nicht vorhanden. Die Angebote decken bei Weitem nicht die Nachfrage. Deshalb engagiert sich der BSSA und die SAKG im Rahmen des Sachsen-Anhalt-weiten Projekts: „Aktiv mit Krebs“ für den Aufbau neuer Rehabilitations-Sportgruppen für Krebspatienten.

Die Wirkungen von Sport bei Krebspatienten wurden in letzter Zeit vermehrt in klinischen Studien untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität messbar die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren kann. Außerdem steigert sich die Leistungsfähigkeit und das Selbstbewusstsein wird gestärkt – was die Lebensqualität enorm verbessern kann. Doch nicht nur das: Körperliche Aktivität hat auch direkte Einflüsse auf die Entstehung von Krebs und den Verlauf einer Krebserkrankung.

Körperliche Aktivität nach einer Tumorerkrankung reduziert nachweislich die Gefahr eines Rückfalls und erhöht die Wahrscheinlichkeit für eine dauerhafte Heilung. Dieser Effekt kann sich je nach Tumorart im gleichen Maße vorteilhaft auswirken wie eine Chemo- oder Antihormontherapie. Besonders gut erforscht ist dies bisher für Brust-, Darm- und Prostatakrebs. Aber auch für Leukämie- und andere Krebspatienten wurden in Studien schon positive Effekte gezeigt.

Der griechische Arzt Hippokrates wusste schon vor 2 500 Jahren: „Wenn wir jedem Individuum das richtige Maß an Nahrung und Bewegung zukommen lassen könnten, hätten wir den sichersten Weg zur Gesundung gefunden.“ Wie Recht er damit gerade in Bezug auf Krebspatienten hatte, wird in den letzten Jahren immer besser erkannt.

 

Foto (pandamedien):

„Engagiert für das Projekt „Aktiv mit Krebs“: André Golla, Sven Weise, Dr. Stephanie Boese, Andrea Holz, Doreen Seiffert (v. r.) und Übungsleiter aus zwölf Vereinen des BSSA“
2016-08-19-Auftakt Aktiv mit Krebs-pandamedien-1b